Letztes Jahr war ich in Guatemala und da haben wir in Antigua einen Amerikaner im Supermarkt kennengelernt. Der Typ war echt richtig durch, war aber trotzdem sehr nett und lud uns zu sich nach Hause ein. So fuhren wir zu dritt auf seinem Roller durch den Djungel. Am Horizon zuckten die Blitze und ein ausfuehrlicher Tropenregen kuendigte sich an, als uns das Benzin ausging. Der Ami lies sich den Berg bis zur naechsten Tankstelle hinabrollen und wir warteten im Nirgendwo auf ihn.
Gluecklicherweise kam er auch tatsaechlich. Er wohnte in einer heruntergekommenen Siedlung am Rande des Waldes. Seine Frau war eine Mayazauberin und auf seinem Ruecken prangte ein riesiges Tatoo: Unforgiven. Er erzaehlte uns das er frueher ein Drogendealer in den USA war und nach Guatemala gefluechtet sei, wo ihn der FBI dann doch letztendelich aufgespuert hatte und er fuer 12 Jahre ins Kitchen wanderte. Dann
kam wieder nach Guatemala und gruendete mit einer Mayahexe eine Familie.
Auf Reisen trifft man zuweilen schon sehr skurrile Gestalten.
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