Ich bin nun seit genau einer Woche in Indien und habe mich schon ein wenig eingelebt. Meine Reise war anstrengend. Von Frankfurt ging es über Helsinki nach Bombay bis nach Indore. 40 Stunden ohne Schlaf waren dann schon heftig, besonders weil ich mir auch noch Helsinki und Bombay mit meinem gesamten Gepäck auf den Schultern angeschaut habe.
Die ersten Tage habe ich bei der Familie eines Studenten gelebt, der mir mein Praktikum vermittelt hat. Seine Familie ist wohlhabend und das Leben, in dem Viertel wo die Familie wohnt ist unbeschwert und angenehm.
Seit gestern habe ich nun mein Praktikum angetreten. Ich arbeite in einer Entwicklungshilfeorganisation (http://www.mahilautkarsh.org/mus/index.html) in der Fund Raising Abteilung und versuche die Finanzierung für eine Behindertenschule
aufzutreiben. Das Viertel, wo die Organisation ansässig ist, ist nicht so hübsch, ein typisches indisches Armenviertel halt, mit allem was dazu gehört: Kühe auf den Strassen, viel Dreck, Gestank und Lärm.
Die Stadt ist von Gegensätzen geprägt. Es gibt auf der einen Seite eine super moderne Mall mit Multiplex Kino auf der anderen Seite Armut wie ich sie noch nie gesehen habe. Leider sprechen die ungebildeten Menschen nur Hindi und die Verständigung ist ein wenig kompliziert. Gestern hatte ich meine ersten Magenprobleme und konnte deswegen für einen Tag nichts essen. Ich hoffe aber das klappt morgen...
In Indore leben so an die 2 Millionen Menschen und ich habe in der ganzen Woche noch keinen einzigen Ausländer gesehen! Letztes Wochenende war der Monsunregen so stark, dass die Strassen mehr nach Flüssen aussahen und man teilweise knietief durch das Wasser waten musste. Gestern war ich übrigens in der Zeitung Indores zu sehen sowie in einem Bericht des lokalen Fernsehsenders. Am Sonntag hatten wir nämlich ein Interview in der Uni Indores über das AIESEC Austauschprogramm an dem ich teilnehme. Heute hat mich doch tatsächlich jemand wiedererkannt.... sehr lustig.
Auffallen tut man hier logischer Weise ständig. Ich werde hier die ganze Zeit angestarrt. Ich starr dann einfach zurück und lächele.
Spannendes Land, spannendes Projekt, wenn es klappt dann bekommt ihr
auch bald spannende Bilder zu sehen.
Ich habe nun übrigens eine indische Handynummer und vom deutschen Festnetz ist es total billig anzurufen, wenn ihr die Vorwahl 01017 benutzt ( nur 5 Cent die Minute>
http://www.billiger-telefonieren.de/festnetz/schnellrechner/)würde mich sehr freuen, wenn ihr mich anruft, die Nummer ist 00919977035517. Die Zeitverschiebung ist auch nicht so krass (3,5 Stunden) also keine Scheu (bin von 8 Uhr morgens bis 24 Uhr indische Zeit zu erreichen).
LG Martin
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1 comment:
Hehe, dazu fällt mir nur ein:
1. Darf man im Flugzeug nicht mehr schlafen? Achso, kann ich mir ja eigentlich selbst beantworten: terrorismus Schläfer und so.. du wolltest keinen Verdacht wecken...
2. Magenprobleme?
wie war das noch gleich: cook it, boil it of forget it ;-)
3. Keine Ausländer?
Inder sind doch alle Ausländer, weiß gar net was du hast :-D
naja wie auch immer, bin weg... scheiß Klausuren :-(
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